

On-Farm Innovation für eine regenerative Mosaik-Landwirtschaft
Mosaik-Landwirtschaft
Umweltziele mit Lebensmittel-Produktion vereinbar machen
Heute stehen Naturschutz und die Produktion von Lebensmittel leider oft im Widerspruch. Umweltziele zu Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung über den Verlust der Artenvielfalt bis hin zum Klimawandel werden systematisch verfehlt.
Mit der regenerativen Mosaik-Landwirtschaft entwicklen wir ein neues System, das diesen Konflikt auflösen kann. Mit einer Kombination aus Controlled Traffic Farming, vielfältigem Streifenanbau, bodenschonender Bearbeitung und grossflächigen Mulchsystemen produzieren wir Gemüse, Getreide und Kartoffeln ohne Dünger und Pestizide auf aktuell >20 ha.

Controlled Traffic Farming (CTF)
Jede Traktorfahrt verdichtet den Boden. Deshalb fahren unsere Maschinen alle mit GPS auf fixen Fahrspuren (Controlled Traffic Farming). So bleiben 70% der Fläche unbefahren. Das Bodenleben kann sich regenerieren und Bodenstruktur aufbauen. Wasser wird besser aufgenommen, Pflanzen können ihre Wurzeln frei ausdehnen und finden Symbiosepartner, Wasser und Nährstoffe. So steigen auch die Erträge.

Vielfältiger Streifenanbau
Einheitliche Felder bieten wenig Lebensraum. Viele Arten verschwinden, während sich Schädlinge leicht ausbreiten können. Mit Streifenanbau (Strip Cropping) und der Förderung einer vielfältigen Ackerbegleitflora erzeugen wir ein funktionales Ökosystem auf dem Feld. Tiere wie Insekten und Spinnen finden dort ganzjährig Nahrung und Verstecke. Diese Vielfalt trägt dazu bei, Schädlinge und Krankheiten natürlich zu regulieren.

Durchwurzelung und Mulch
Mit Gründüngungen, Untersaaten und nahtlosem Ablösen von Kulturen sorgen wir für eine möglichst ständige Durchwurzelung des Bodens. So bleibt das Bodenleben aktiv und divers. Zudem imitieren wir Laubfall mit Mulch, einer Schicht von Materialien wie Heu oder Grasschnitt. Das schützt den Boden vor Austrocknung und Starkregen, unterdrückt Unkraut und ernährt das Bodenleben.

Verzicht auf Dünger und Pestizide
Controlled Traffic Farming und ein dauerhaft bedeckter Boden erhalten Bodenstruktur und Bodenleben. So entsteht ein funktionierendes Ökosystem aus Mikroorganismen, Pilzen, Insekten und Bodenfauna. Krankheiten und Schädlinge werden nicht chemisch bekämpft, sondern durch ökologische Regulation begrenzt. Ohne Pestizide können sich Nützlinge und Antagonisten etablieren. Auf leichtlösliche Dünger verzichten wir bewusst. Nährstoffe werden über Symbiosen, Leguminosen, Mulch und weitere Biomasse im System bereitgestellt. Unkraut regulieren wir mechanisch.
Das HofLabor
Innovation für die Skalierbarkeit der Mosaik-Landwirtschaft
Unsere Ansätze sind nicht neu, und viele Landwirt*innen experimentieren mit Streifenanbau, Gründüngungen, bodenschonender Bearbeitung, Mulch und Biodiversitätselementen. Damit diese Ansätze allerdings zu robusten Methoden werden, mit denen zuverlässig produziert werden kann, braucht es weitere Entwicklung – bei Maschinen, Methoden und auch digitalen Management-Tools. Mit dem HofLabor wollen wir diese Lernkurve durchlaufen, sodass andere darauf aufbauen können. Dazu kooperieren wir mit einem Netzwerk von Landwirt*innen, Forschungseinrichtungen und Maschinenentwickler*innen.
Woran wir arbeiten
Methoden & Maschinen
Wir entwickeln landwirtschaftliche Methoden und Maschinen, die Böden regenerieren, Unkraut und Schädlinge ohne Pestizide managen und gleichzeitig eine effiziente Produktion ermöglichen. Zu unseren Projekten gehören ein RTK-GPS-Nachrüstkit, eine angepasste Kreiselegge zur Bekämpfung von Wurzelunkraut sowie neue Maschinen für effizientes Mähen und Mulchen im Streifenanbau und in Untersaaten.
Digitale Tools
Wir entwickeln und testen verschiedene Apps für die Feldplanung, das Tracking von Kulturen und Maschinenaktionen sowie für Wissensmanagement und Vermarktung. Dabei nutzen wir vor allem No-Code-Tools wie Glide und AppSheet und experimentieren mit den Möglichkeiten von AI.
Pioniernetzwerk
Wir bauen ein Netzwerk aus innovativen Landwirt*innen auf, die daran glauben, dass die Zukunft der Landwirtschaft biodivers ist, und diese gemeinsam mit uns entwickeln und testen. Im Pioniernetzwerk teilen wir insbesondere auch Maschinen
Impact Nachweis
Wir messen unseren Impact nicht nur an Umweltzielen, sondern auch an der wirtschaftlichen Machbarkeit. Dazu vergleichen wir unsere Kosten mit verfügbaren Daten aus Deckungsbeitragsrechnern. Die Bodenqualität erfassen wir insbesondere über Spatenproben. Gemeinsam mit Partnern wie ETH, Agroscope und FiBL testen wir zudem neue Methoden zur Erfassung von Bodenaktivität, Biodiversität und Unkrautentwicklung.
Demonstrationshof am Adlisberg

Seit 2024 pachten wir einen Hof mit 40 ha der Stadt Zürich. Direkt beim Dolder, auf dem Adlisberg, entsteht ein Demonstrationshof. Die Mosaik-Landwirtschaft soll hier erlebbar werden für Landwirt*innen, Gastronom*innen, Forschung und Öffentlichkeit. Mit Führungen und Events schaffen wir einen Raum für Wissensweitergabe und gemeinsames Weiterentwickeln der Idee.
Seedling Foundation unterstützt Initiativen und Organisationen, die innovative Lösungen für den Klimaschutz entwickeln und umsetzen. Nurture – Inspire – Empower ist das Leitmotiv für ihr philanthropisches Engagement. Dabei liegt der Fokus auf dem Ernährungssystem (Agro-Food Sektor). In der Schweiz und im angrenzenden Europa (Fokus Schweiz) ist SEEDLING in den folgenden vier Themenfeldern aktiv: Nachhaltige Lebensmittelproduktion, nachhaltige & gesunde Ernährung, Food Waste & Kreislaufwirtschaft, Klimabewusstsein & Klimagerechtigkeit.
2020 von Thomas Schmidheiny und seinen vier Kindern gegründet, vereint Fourfold die vielfältigen philanthropischen Aktivitäten der Familie und verwirklicht ihre langfristige Vision einer gesunden und gerechten Welt, die alle Lebensformen achtet. Die Stiftung setzt sich für den Schutz der wertvollen Ressourcen unseres Planeten und das Recht aller Menschen auf ein würdevolles und erfülltes Leben ein. Fourfold stärkt Einzelne und Gemeinschaften durch Zugang zu Bildung, unternehmerischen Chancen, wissenschaftlichen Lösungen und den Aufbau von Bewegungen für mehr Nachhaltigkeit.
KlimUp ist ein Förderprogramm der Stadt Zürich. Es unterstützt Start-ups und gemeinnützige Organisationen (NPO), die einen Beitrag zu den städtischen Klimaschutzzielen oder zum Umweltziel der intelligenten Ressourcennutzung leisten.
Die Vision der Leopold Bachmann Stiftung ist eine Welt, in der alle Menschen die Möglichkeit haben, sich Wissen anzueignen und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Die Stiftung möchte Menschen unabhängig von ihrem Lebensweg eine sichere Existenzgrundlage und Einkommensquelle ermöglichen, damit sie ihre Zukunft erfolgreich gestalten und einen wertvollen Beitrag zu ihren Gemeinschaften leisten können. Hierfür unterstützt sie zusammen mit einem globalen Partnernetzwerk Organisationen und Firmen in den Bereichen Bildung, innovatives Unternehmertum und Agrarökologie. Mehr: https://lb-foundation.ch
Der Migros-Pionierfonds unterstützt nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen, um den systemischen Wandel in Richtung einer zukunftsfähigen Gesellschaft anzustossen. Der wirkungsorientierte Förderansatz verbindet finanzielle Unterstützung mit einem aktiven Förder- und Risikomanagement. Der Fonds ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Migros-Gruppe und verfügt über jährlich rund 15 Millionen Franken. Getragen wird er von Unternehmen der Migros-Gruppe wie Denner, Migros Bank, Migrol, migrolino und Ex Libris. Weitere Informationen: www.migros-pionierfonds.ch









